Es gab in Fallersleben einst zwei Schützenvereine: Das Uniformierte Schützenkorps von 1814 (auch Bürgerschützencorps genannt) und den Schießclub Fallersleben v. 1869.
Dem Schießclub gehörten mehr Geschäftsleute und Handwerksmeister an, im Schützencorps konnten auch „einfache“ Bürger Mitglied werden. Der Schießclub besaß das Haus- und Nutzungsrecht für die Schießhalle, die wiederum der gesamten Bürgerschaft gehörte.
Das Schützencorps musste dem Magistrat einen Pachtzins für die Nutzung der Schießbahnen zahlen.
Bis in die 20-er Jahre wurden in Fallersleben zwei Schützenfeste gefeiert: Um Pfingsten das Bürgerschützenfest, das vom Magistrat und dem Schießclub ausgerichtet wurde
(Dauer: Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonntag) und im August das Schützenfest des Schützencorps (Dauer: Samstag und Sonntag).
Im Jahre 1934 „verschmolzen“ der Schießclub und das Schützencorps. Man trägt fortan den Namen „Uniformiertes Schützenkorps Fallersleben“. Das Gründungsjahr „1814“ wurde vom Schützenkorps übernommen. Seit der Verschmelzung beider Vereine hatte die Korpskönigskette zwei Brustschilde. Bis in die 60-er Jahre wurden auch beide Vereinsfahnen bei Umzügen und Ausmärschen mitgeführt (Urkunde von 1934 im USK-Archiv).
Bei Aufräumungsarbeiten im alten Forsthausentdeckte man 1974 Dokumente, die belegen, dass bereits im Jahre 1705 ein Schützenkönig ausgeschossen wurde. Nur acht Jahre später, 1982, wurde im Fallersleber Schloß ein altes Rechnungsbuch des „Städtlein Fallersleben“ gefunden, das bereits 1603 ein abgehaltenes Vogelschießen belegt.